Autor Thema: Scheidung... nur wie?  (Gelesen 644 mal)

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Offline claudia1971

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #20 am: Februar 04, 2012, 22:00:30 Nachmittag »
Genau,liebe Simone,ich wollte auch gerade das schreiben,was Jürgen gepostet hat! Ich an deiner Stelle würde auch echt aufpassen.....
Ich erlebe es doch auch mit meinem EX-Mann , der nicht in die Scheidung einwilligen wird....So der stand letzter Woche. Obwohl er eine Next hat und keine Sekunde um mich gekämpft hat.Ich verstehe ihn nicht,aber ich werde die Scheidung einreichen,damit ich endlich meinen Weg weiterhin schaffen kann und schaffen werde. Vielleicht willigt er ja doch noch ein...Zu verlieren hat er ja nichts,denn es läuft ja alles wie bisher.

Was aus dem Haus werde ich nicht bekommen,da noch Schulden sind, er macht noch viele Schulden,zahlt den Unterhalt auch nicht ,obwohl es nur 86€ sind für beide Kinder....usw. usw.

Naja,ich will nicht meckern,es geht in diesem Thread ja um dich  *knud*
Kannst du dir nicht doch einen Anwalt nehmen,damit du im Falle eines Falles abgesichert bist???
Ich habe echt Bedenken , dass das alles gutgehen wird  *patsch*

Liebe Grüße,
Claudi
Bevor du urteilen willst über mich u. mein Leben,ziehe meine Schuhe an,laufe meinen Weg,durchlaufe die Straßen,Berge und Täler,fühle die Trauer,erlebe den Schmerz,die Freude.Lebe die Jahre,die ich lebte,stolpere über jeden Stein,über den ich gestolpert bin,stehe immer wieder auf,gehe diese Strecke weiter,genau wie ich es tat.Urteile erst dann

Offline simone

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #21 am: Februar 04, 2012, 22:24:44 Nachmittag »
Danke euch beiden, ich weiß ja, dass ihr recht habt.

Doch trotzdem möchte ich irgendwie ohne zweiten Anwalt auskommen.

Er hat im Moment kein Geld, den einen Anwalt alleine zu bezahlen. Er hat seit der Trennung jede Menge Schulden gemacht. Obwohl er offiziell bei seinen Eltern wohnt und keine miete mehr zahlen muss, reicht ihm sein Gehalt, das auch nicht so schlecht ist, hinten und vorne nicht.
Aber das ist ja eigentlich auch egal.
Ich warte mal, bis die Unterlagen da sind. Vielleicht werde ich dann ja schlauer...

Vielleicht sind meine Sorgen auch unbegründet. Schulden, die er alleine macht, sind ja nicht meine Sache. Und an Zugewinn kann er eigentlich nichts verlangen, da wir beide, also er wie ich, mit mehr Minus aus der Trennung hervor gehen, als wir gemeinsam zum Zeitpunkt der Heirat hatten. Nachehelicher Unterhalt??? Ach, ich warte einfach mal, bis ich den Antrag habe.

Und Claudi, nur keine Zurückhaltung, mecker ruhig, egal ob hier oder in einem eigenen Thread! *1719*
das ist hier doch alles "unser" und es ist wiedermal eine große Hilfe, zu merken, dass wir nicht nur im Trennungsschmerz miteinander fühlen können, sondern auch in all den Verrücktheiten, die sich Expartner leisten, wenn es an die Scheidung geht - selbst, wenn sie es waren, die die Trennung wollten. kicksmornincoffee

Liebe Grüße

SImone
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Offline Chevalier

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #22 am: Februar 06, 2012, 18:02:19 Nachmittag »
Hallo Simone,

wegen der 219 EUR (438 : 2) mach Dir erstmal keine Gedanken.
Der ablauf einer Scheidung, die nur über einen anwalt läuft, braucht eine Scheidungsvereinbarung.
Das einzige notwendige Zugeständnis von dir dafür ist, dass Du auf einen eigenen Rechstbeistand verzichtest.
Ferner macht es Sinn, die Dinge, die nachehelich gelten sollen, in einer Scheidungsfolgenvereinbarung zu regeln.
Ich weiß nicht mehr ganz sicher, ob das nicht sogar Voraussetzung dafür ist, dass das Gericht akzeptiert, dass ein Paar nur einen Anwalt hat.

Und das Schöne daran ist, dass Du nichts zustimmen musst, was Du nicht willst. Und dass Du auch nicht zustimmen musst, wenn Dinge, die Du drin vereinbart haben möchtest, fehlen.

Unterhalt: gegenseitiger Verzicht auf Unterhalt
Rente: Ausgleich gem. gesetzlicher Regelung, sprich: er muss Dir vermutlich ein paar Pünktchen in der Rentenversicherung abtreten.
Hausstand und vorhandenes Vermögen: das solltet ihr aus der Folgenvereinbarung rausnehmen (das geht) und einvernehmlich teilen. Reduziert die anwalts- und die Gerichtskosten.

Sorry, ich weiß wirklich nicht, wo das Problem sein soll - und habe deshalb das gleiche Ziehen wie Jürgen im Bauch. Könnte es sogar beschreiben: findiger Anwalt versucht für seinen Klienten das Optimum rauszuschlagen. Das gibt dann Streit und der verursacht mehr anwaltliche Tätigkeiten = mehr Kosten für den Rechtsanwalt. Das rechnet sich für Deinen Mann nur, wenn der Anwalt die Mehrkosten darüber rein holt, dass er für Deinen Mann mehr rausschlägt, sprich, wenn es zu Deinen Lasten geht.
Und deshalb würde ich erstmal auch gar nichts für den Anwalt an Deiner Stelle bezahlen, weil es sein Anwalt ist.  Und den Anwalt beauftragt ja er, nicht Du... Sprich: Du bezahlst noch den Anwalt mit, der versucht, hier einen Vorteil für sich rauszuschlagen, der über Dich finanziert wird?
Simone, ich bin selber nicht der Meinung, dass man jedem Cent hinterherlaufen muss - aber hier ist m.E. nicht die Basis dafür da, zu vertrauensselig zu sein, sorry....

Dein Mann könntes doch auch anders machen: Wenn er es gut machen will, holt er Dich und den RA an einen Tisch, alles wird in 45 min besprochen und ein Fixpreis für die Scheidung vereinbart. So kann es auch laufen und es soll anwälte geben, mit denen man das vereinbaren kann.

Wenn Dein Mann weiter so rumeiert und z.B. trotz guten Einkommens angibt, kein Geld zu haben, taktiert er. Dann würde ich ihm an Deiner Stelle sagen, dass er seinen Anwalt selber zahlen muss, weil Du dir auch einen eigenen nehmen kannst- Darauf zu verzichten, kann Dich niemand zwingen...

LG

Chevalier



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Offline simone

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #23 am: Februar 06, 2012, 21:25:10 Nachmittag »
Danke Chevalier,

leider krieg ich das alles irgendwie nicht so klar hin, wie es in deinen Worten klingt:
Zitat
Der ablauf einer Scheidung, die nur über einen anwalt läuft, braucht eine Scheidungsvereinbarung.
Das einzige notwendige Zugeständnis von dir dafür ist, dass Du auf einen eigenen Rechstbeistand verzichtest.
Ferner macht es Sinn, die Dinge, die nachehelich gelten sollen, in einer Scheidungsfolgenvereinbarung zu regeln.
Genauso dachte ich mir das auch.
Aber, mein Exmann verweigert jedes vernünftige Gespräch.
Ständig sind da Missverständnisse.
Ein Beispiel:
Meine Information an ihn: Ich verzichte auf den Rentenausgleich und wir verzichten gegenseitig auf alles (Unterhalt etc.).
Seine Aktion: Er stellt den Antrag ohne eine solche Scheidungsfolgevereinbarung, nimmt aber den Verzicht auf Rentenausgleich auf und sagt, dass ich darauf ja wohl keinen Anspruch hätte...
Das sind alles nur kleine dumme Ungereimtheiten, die mich aber aufreiben, weil sich alles so einfach klären ließe, wenn man vernünftig sprechen könnte.
Aber das kann oder will er nicht.

Ich bin einfach innerlich ganz unruhig und hasse es selbst, dass so viele meiner Gedanken sich mit details der Scheidung befassen.
Ich Kleingeist - voller Zweifel und Skepsis.
Das bindet mich so an das leidig Thema, wo ich doch eigentlich weg davon will.

Ich bin einfach froh, wenn alles vorbei ist. Bis dahin wiedermal Leben in Wartestellung...
Sehr unnötig...

Liebe Grüße

Simone

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Offline Sandmann76

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #24 am: Februar 06, 2012, 21:30:46 Nachmittag »
Seine Aktion: Er stellt den Antrag ohne eine solche Scheidungsfolgevereinbarung, nimmt aber den Verzicht auf Rentenausgleich auf und sagt, dass ich darauf ja wohl keinen Anspruch hätte...
Das sind alles nur kleine dumme Ungereimtheiten, die mich aber aufreiben, weil sich alles so einfach klären ließe, wenn man vernünftig sprechen könnte.
Aber das kann oder will er nicht.

Ganz ehrlich, wenn Du das so siehst - warum willst Du auf einen zweiten...auf Deinen Anwalt verzichten?
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Offline Chevalier

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #25 am: Februar 07, 2012, 12:44:07 Nachmittag »

Ganz ehrlich, wenn Du das so siehst - warum willst Du auf einen zweiten...auf Deinen Anwalt verzichten?

Naja, Sandmann, weil der auch wieder nur mehr Geld kostet und weil dass dann keine Scheidung mehr "im Guten" ist. Da kann ich Simone schon verstehen.
denke, man sollte ich auch immer überlegen, über was man hier streitet. Eine Scheidung kostet mit nur einem Anwalt so ca. 3000 - 4000 Euro (ohne Gewähr ttt), wenn man den Streitwert niedrig hält und bei einem Anwalt bleibt. Je mehr vom Anwalt geregelt werden muss, umso teurer wirds. Kein Wunder also, dass der "Anwalt deines Vertrauens  Knüppel" versucht möglichst viele Themen anzuschneiden, die er dann nachher regeln darf oder gar muss, weil die beiden Parteien kopfscheu werden. Kein Wunder auch, dass er unter dem Vorwand nur "das Beste für seinen Mandanten", in diesem Fall Simones Mann, zu wollen, versucht in den Konflikt reinzugehen. Mehr Konflikt heißt mehr Papier und auch da verdient er wieder.
Der Mann einer Freundin von mir hat sich von ihr scheiden lassen, aber einvernehmlich = ein Anwalt. Ihre Immobilien und Besitz haben sie aber schon vorher aufgeteilt und das ohne Anwalt erledigt. Deshalb nur EUR 3.700 für Anwalt und Gerichtskosten. Ich fürchte, das klappt nur, wenn beide dem Anwalt klar sagen, wie sie es haben wollen und er zur Tippse degradiert wird.

Meine Meinung

Chevalier

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Offline MucKP

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #26 am: Februar 07, 2012, 15:07:20 Nachmittag »
Meine Meinung

ausnahmsweise auch meine Meinung ;-)

Offline Liz

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #27 am: Februar 07, 2012, 15:20:07 Nachmittag »
Also jetzt muß ich mich mal selber loben ..........

ich wollte diese Scheidung nicht. Mein Exmann hat sie eingereicht und ich habe das, was ich vom Gericht bekam erledigt und gut war.
Irgendwann bekam ich die Ladung zum Scheidungstermin, ging hin, habe zum zweiten mal "ja" gesagt und wurde "umsonst" geschieden.

Wir hatten aber auch keinen einzigen Streitpunkt. Ich bin damals ausgezogen, unser Geld haben geteilt, über die Möbel wurden wir schnell einig
und dann habe ich abgewartet.

LG
Liz


Offline simone

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Re: Scheidung... nur wie?
« Antwort #28 am: Februar 07, 2012, 17:30:06 Nachmittag »
Danke Ihr Lieben,

Zitat
Ganz ehrlich, wenn Du das so siehst - warum willst Du auf einen zweiten...auf Deinen Anwalt verzichten?

Es ist so, wie Chevy sagt, "es ist dann keine Scheidung mehr im Guten" - und das ist mir immer noch wichtig, das Geld ist momentan Nebensache (meine Herrn, wie dekadent sich das anhört...)

Dass das möglich ist, versuche ich jetzt einfach zu glauben, deshalb danke Liz, endlich mal ein Beispiel ohne "Rosenkrieg". Du hast mir einiges voraus. Nicht das erste Mal, dass ich mir vielleicht einfach zu viele gedanken mache *patsch*

Also versuche ich meinen Kleingeist nicht mehr zu füttern...

Ich will mich mit etwas anderem befassen, etwas, das mir gut tut. Alles andere lass ich jetzt mal...

Liebe Grüße

Simone

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