Autor Thema: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!  (Gelesen 4557 mal)

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #80 am: Januar 29, 2012, 00:45:34 Vormittag »
Hallo Sandmann!
Ich finde meine Geschichte oft bei deinen Beiträgen zu einem großen Teil wieder.Die 50-50 nummer klappt bei mir nicht.Jedoch in guten wie in schlechten Zeiten,das ist es was mich immer und immer wieder umhaut.Mir hat es geholfen in einem Forum zu lesen in dem sich Angehörige von depressiven Menschen austauschen,manche Sachen hat man einfach nicht in der Hand.Was dann natürlich auch noch schwierig ist die krankheit von der Trennung abgespalten sehen zu können,mir fällt das ziemlich schwer.Trotzdem bin ich ganz stolz auf dich,du machst dich gut!
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Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #81 am: Januar 29, 2012, 10:22:51 Vormittag »
Danke Einzigartig, hat gut getan das zu lesen!
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Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #82 am: Januar 29, 2012, 17:50:57 Nachmittag »
So, weiter geht's zu den nächsten Schritten.

Hab mein Wohnzimmer heute noch mal leicht umgebaut, vorallem aber hab ich endlich mal die Holzbank vom Balkon in den Keller gestellt. Die hatten wir bei der Hochzeit von unseren Freunden erhalten, mit Unterschriften von allen drauf & großem Herz mit unseren Namen. Und ich hab endlich mal das Schild am Briefkasten und das Klingelschild ausgetauscht - da stand immer noch Ex mit ihrem Mädchennamen drauf.

Und ich hab eine Entscheidung getroffen was die Wohnung angeht - die werde ich kündigen und mir was neues suchen. Zum einen sicherlich auch, weil mich die Wohnung an Ex erinnert, aber noch mehr weil sie viel zu groß (ich nutz wenn überhaupt 50%, und Platz halten für den Nachwuchs muß ich ja jetzt erstmal nicht mehr) und vorallem viel zu teuer für mich ist. Nachdem Ex' Gehalt weggefallen ist und wegen des Steuerklassenwechsels mein Nettogehalt seit Jahresbeginn 15 % geringer ausfällt, machen die Miete & Nebenkosten schon jetzt knapp 50 % von meinen Einnahmen aus. Die kann ich sicherlich sinnvoller nutzen, zumal ich da demnächst auch noch Unterhalt zahlen muß.

Es hilft ja nix, es muß weitergehen und ich muß kapieren, dass ich jetzt wieder Single bin - und nicht den Status Quo erhalten muß, bis Madame wieder zu Sinnen kommt. Das wird sie nämlich nicht tun, und wenn doch will ich sie nicht mehr zurück...
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Offline Einzigartig

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #83 am: Januar 29, 2012, 17:55:47 Nachmittag »
Das mit der Wohnung kündigen ist nur vernünftig,ganz egal wie sich das zwischen euch entwickelt.Sag niemals nie sollte die Devise sein und wenn doch nie,dann entscheidest diesmal DU!Damit setzt du auch ein Zeichen,dass du einen Neuanfang wagst.Bin gespannt,ob sie dir gegenüber etwas sagen wird.Das kapieren,das man wieder Single ist dauert bei mir noch an,du bist nicht allein damit!
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Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #84 am: Januar 30, 2012, 15:05:10 Nachmittag »
Heute geht's mir etwas diffus - hatte heute Nacht einen ziemlich intensiven Traum, der mich etwas zurückwirft. In diesem hat Ex sich bei mir gemeldet um zu hören wie es mir geht, und um mir zu sagen dass es mit dem Anderen aus ist - nur um mir gleich darauf zu sagen dass sie schon wieder den nächsten hat.

Vielleicht ist es ein Milchmädchen-Modell aber die Vorstellung dass meine Frau nach der Therapie ein anderen Mensch geworden ist, hilft mir im Moment einfach weiter als "Verarbeitungsmodell". Allerdings - während ich auf der einen Seite die Trennung von der "neuen" Persönlichkeit glaube ich ganz gut hinbekomme, habe ich große Sehnsucht nach der "alten" Frau, der Frau die ich geheiratet habe.

Ach ja, wenn's das Unterbewußtsein nicht gäbe...
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Offline Mona

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #85 am: Januar 30, 2012, 15:48:45 Nachmittag »


Ach ja, wenn's das Unterbewußtsein nicht gäbe...

Ja, das wird Dich noch eine Weile begleiten, aber auch das wird besser....

Offline Nick1981

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #86 am: Januar 30, 2012, 18:43:46 Nachmittag »
Hallo Sandmann76,

heute möchte ich endlich auch mal was zu deiner Sache schreiben. Ich bin fast genauso in der Lage wie Du. Ich bin mit der Schnelligkeit meines Ex auch total überfordert. Er war wegen Depression und Angst Attacken auf Kur. Hatte das schon über ein Jahr versucht alleine zu lösen ging nicht dann Therapie. Da meinte er sein Leben neu zu gestalten. Weil er da erst zum Nachdenken kam über die letzten Jahre. (10 Jahre zusammen/ vor 2 geheiratet ein gem. Kind 8) Er hat sich da dann eine neue Frau mit genommen und innerhalb von 4 Wochen alles aufgegeben. Auszug...Ummeldung...Konto geändert...usw. Ist 200km weit weg zu ihr gezogen und das war es! Ich habe auch mit der Schnelligkeit zu tun und kann es nicht verstehen... Die Träume die du hast habe ich momentan auch. Oder im Traum ist wieder alles gut!

Also ich kann dir nachvollziehen.....

Ich wünsch Dir viel Kraft!!!!
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Offline Einzigartig

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #87 am: Januar 30, 2012, 21:14:35 Nachmittag »
Ich kann das gut nachvollziehen,geht mir ähnlich.
Diese Persönlichkeitsänderung ist noch irgendwie zu akzeptieren,schlimm wird es immer dann,wenn ein bißchen "Altes" durchkommt.Und manchmal frage ich mich,ob wir uns nur in die Depression flüchten um einen Grund zu bekommen.Ich denke einfach ist so eine Trennung nicht.Halte den Kopf oben,auch wenn es sich oft danach anfühlt ihn in den Sand zu stecken!
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Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #88 am: Februar 05, 2012, 14:18:25 Nachmittag »
Ende Dezember hatte ich Ex ja nochmal zu einem Gespräch gebeten, und im Anschluß hab ich meinen Wunsch nach Kontaktsperre geäußert, den wir beide auch durchgehalten haben bisher. Ich hatte ihr zugesagt, mich bei ihr zu melden wenn der Brief von der Therapeutin kommt das wir mit der Paartherapie beginnen können (soll so Ende Februar / Anfang März) sein, ihr aber gleich gesagt dass ich nach damaligem Stand der Dinge wenig Sinn in einer Paartherapie sehe.

Wie ich gestern erfahren habe, hat sie sich bei mehreren Leuten erkundigt, ob ich denn wohl vielleicht den Breif der Therapeutin schon bekommen hätte, da sie große Angst hätte, dass ich den Termin einfach absage ohne mich vorher bei ihr zu melden.

Wie darf ich das denn jetzt bitte verstehen? Sie hat doch die Beziehung beendet, ihr ging es doch nicht schnell genug von mir wegzukommen! Wieso hat sie dann jetzt Angst dass ich die Paartherapie absage? Stellt sie sich ernsthaft noch eine gemeinsame Zukunft vor?
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Offline Mona

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #89 am: Februar 05, 2012, 15:48:46 Nachmittag »


Wie darf ich das denn jetzt bitte verstehen? Sie hat doch die Beziehung beendet, ihr ging es doch nicht schnell genug von mir wegzukommen! Wieso hat sie dann jetzt Angst dass ich die Paartherapie absage? Stellt sie sich ernsthaft noch eine gemeinsame Zukunft vor?


Vielleicht ja. Vielleicht moechte sie nur eine vernuenftige Trennung. Vielleicht will sie irgendwas aufarbeiten.
Wenn Du nicht hingehst, wirst Du es nicht erfahren.

Wie siehst Du es denn?
Welche Gefuehle hast Du?
Willst Du die Thera?

Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #90 am: Februar 05, 2012, 16:14:46 Nachmittag »
Wie siehst Du es denn?
Welche Gefuehle hast Du?
Willst Du die Thera?

Ich bin - schon vorher - hin und her gerissen. Irgendwo ist sie ja immer noch die Liebe meines Lebens, aber ich will mich auch nicht so von ihr behandeln lassen wie sie's getan hat. Und einerseits ist die Therapie so oder so hilfreich, aber andererseits kann die Therapeutin sich nicht beratend zu einer Beziehung äußern, die aktuell ja nicht stattfindet. Wie viel hat das mit ihrer Krankheit zu tun? Darf es überhaupt etwas damit zu tun haben? Müsste ich da Rücksicht drauf nehmen, oder müsste ich sie nicht so behandeln als wäre sie nicht krank? Es geht ja auch um mich, und wie ICH mir eine gemeinsame Zukunft vorstellen könnte.

Ich will nicht kategorisch ausschließen dass wir wieder zusammen kommen, aber dafür müsste verdammt viel passieren. Zum Beispiel müsste sie den Kontakt zu dem anderen 100% abbrechen. Aber wie soll ich ihr da vertrauen können? Das hat sie mir auch schon versprochen als wir noch zusammenlebten, aber dann hab ich sie zweimal beim telefonieren mit ihm erwischt. Wie sollte ich ihr das also glauben, wo es für sie ja jetzt noch einfach ist, mit eigener Wohnung? Und wie sollte ich vertrauen fassen, dass sich die Geschichte nicht in 2, 10 oder 25 Jahren wiederholt?

Ich hatte mir vorgenommen, zu warten bis besagter Brief mit der Terminmöglichkeit von der Therapeutin kommt, um sie dann anzurufen. Nur ganz kurz, ganz sachlich, kein "wie geht es Dir, was machst Du?". Ich wollte ihr dann zwei Tage Zeit einräumen sich zu überlegen, wie sie sich den weiteren Verlauf vorstellt - und wenn mir diese Vorstellung nicht passt - ja, dann wollte ich in der Tat die Paartherapie absagen.

Vielleicht klingt das hochnäsig, aber wenn bei ihr nicht die totale Verzweiflung ausbricht, aus Angst mich endgültig zu verlieren - wie sollte ich ihr dann irgendwas glaubhaft abnehmen. Und wenn sie verzweifelt wäre, hätte sie sich da  nicht schon längst wieder gemeldet? Ich will nicht die 2b-Lösung sein, nur weil es alleine doch nicht so rosig ist wie gedacht.
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Offline Mona

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #91 am: Februar 05, 2012, 16:56:54 Nachmittag »


Ich bin - schon vorher - hin und her gerissen. Irgendwo ist sie ja immer noch die Liebe meines Lebens, aber ich will mich auch nicht so von ihr behandeln lassen wie sie's getan hat. Und einerseits ist die Therapie so oder so hilfreich, aber andererseits kann die Therapeutin sich nicht beratend zu einer Beziehung äußern, die aktuell ja nicht stattfindet. Wie viel hat das mit ihrer Krankheit zu tun? Darf es überhaupt etwas damit zu tun haben? Müsste ich da Rücksicht drauf nehmen, oder müsste ich sie nicht so behandeln als wäre sie nicht krank? Es geht ja auch um mich, und wie ICH mir eine gemeinsame Zukunft vorstellen könnte.

Die Thera wird eher nicht beraten, sondern Euch aufarbeiten lassen, aber egal.
Fuer mich waere eine entscheidende Frage, ob Du lebenslang diese Krankheit mittragen kannst.
Es hoert sich vielleicht jetzt schlimm an,  aber ihre Krankheit scheint ihr Verhalten und ihren Umgang mit Dir sehr zu praegen.
Wuerde Deine Liebe zu ihr das aushalten?
Zitat
Ich will nicht kategorisch ausschließen dass wir wieder zusammen kommen, aber dafür müsste verdammt viel passieren. Zum Beispiel müsste sie den Kontakt zu dem anderen 100% abbrechen. Aber wie soll ich ihr da vertrauen können? Das hat sie mir auch schon versprochen als wir noch zusammenlebten, aber dann hab ich sie zweimal beim telefonieren mit ihm erwischt. Wie sollte ich ihr das also glauben, wo es für sie ja jetzt noch einfach ist, mit eigener Wohnung? Und wie sollte ich vertrauen fassen, dass sich die Geschichte nicht in 2, 10 oder 25 Jahren wiederholt?
Dafuer gibt es leider kein Rezept.
Wenn, dann geht das nur  sehr langsam und es gibt keine Garantie, dass Du es kannst, oder dass sie es nicht wiederholt.
Zitat
Ich hatte mir vorgenommen, zu warten bis besagter Brief mit der Terminmöglichkeit von der Therapeutin kommt, um sie dann anzurufen. Nur ganz kurz, ganz sachlich, kein "wie geht es Dir, was machst Du?". Ich wollte ihr dann zwei Tage Zeit einräumen sich zu überlegen, wie sie sich den weiteren Verlauf vorstellt - und wenn mir diese Vorstellung nicht passt - ja, dann wollte ich in der Tat die Paartherapie absagen.

Wie waere es, einfach einen Termin zur Probe bei der Thera wahrzunehmen und dann zu entscheiden?
Zitat
Vielleicht klingt das hochnäsig, aber wenn bei ihr nicht die totale Verzweiflung ausbricht, aus Angst mich endgültig zu verlieren - wie sollte ich ihr dann irgendwas glaubhaft abnehmen. Und wenn sie verzweifelt wäre, hätte sie sich da  nicht schon längst wieder gemeldet? Ich will nicht die 2b-Lösung sein, nur weil es alleine doch nicht so rosig ist wie gedacht.

Vielleicht bist Du sowas wie ihr Rettungsanker?
Vielleicht auch ihre grosse Liebe?
Vielleicht klappt es mit am Anderen nicht?
Es ist alles denkbar.

Fuer mich waere es wirklich die Frage, ob ich mit der Krankheit zurecht kaeme und ich tendiere da eher zu einem Nein.
Ich glaube nicht, dass ich das aushalten koennte, wenn nicht wirklich eine Aussicht auf Veraenderung in Sicht waere, aber so wie ich es in Erinnerung habe, hat ja Behandlung nichts bewirkt.

Offline katinka

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #92 am: Februar 05, 2012, 18:52:14 Nachmittag »
Hallo Sandmann,

warum deine evt. Ex Angst hat, dass du die Paartherapie vor Beginn absagt, kann viele Gründe haben. Vielleicht sieht sie jetzt wirklich ihre Fälle davon schwimmen, vielleicht merkt sie jetzt wirklich was sie evt. für immer verlieren könnte, vielleicht hat der "Andere" sich von ihr getrennt?

Ich habe damals mit meinem Noch-Mann einen Termin zur Paartherapie wahrgenommen und mir sind bei diesem Termin so einige Dinge klar geworden. Für mich war es das Aus für unsere Ehe, mein Noch-Mann dachte anscheinend anders darüber - aber er hatte sich bei diesem Gespräch so verhalten, dass ich keine Zukunft für uns beide mehr gesehen habe (die Therapeutin hat es auch so gesehen, was sie mir bei Absage der weiteren Termine am Telefon gesagt hatte). Ich habe durch dieses Gespräch erst wirklich sehen können, wo wir zusammen eigentlich stehen (mein Noch-Mann ist leicht depressiv und er starke Rheumabeschwerden) und ich bin froh, dass ich ihn bei seinen kleinen und großen Wehwehchen nicht mehr begleiten muss. Das hört sich zwar jetzt gemein an, aber er hatte mir auch immer wieder während unserer Ehe gesagt, würde ich krank werden, würde er auf keinen Fall die Pflege übernehmen (wir hatten meinen Vater als Pflegefall, vielleicht kam er deswegen auf diesen Gedanken).

Das Thema Vertrauensbruch ist heikel, aber ich bin immer noch der festen Meinung, dass so etwas aufgearbeitet werden kann. Es ist nicht einfach und fordert vor allem viel Geduld von dem, der das Vertrauen missbraucht hat, aber es ist machbar - wenn beide es wollen.

Ich würde jetzt nichts weiter in ihre Fragerei hinein interpretieren (hätte mir allerdings auch Gedanken darüber gemacht, hätte mein Noch-Mann solche Fragen gestellt). Warte das erste Paartherapiegespräch ab und mache dir dann Gedanken darüber, wie es weitergehen könnte. Wünsche dir viel Kraft.

LG Katinka

Offline Einzigartig

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #93 am: Februar 05, 2012, 22:18:12 Nachmittag »
Lieber Sandmann!
Ich würde an deiner Stelle hingehen um deiner Selbstwillen!Vielleicht bekommst du Antworten auf deine Fragen,vielleicht auch nicht,aber du wirst es zumindest später nicht bereuen nicht hingegangen zu sein.Wegen dem Umgang,was Krankheit und was Charakter ist,ich habe für mich entschieden,dass ich ich bleiben möchte,nicht mehr auf rohen Eiern laufen möchte und auch nicht dauernd Rücksicht nehmen möchte und das heißt dann auch,dass ich sage was mich stört.klar könnte sie das verletzen,aber den umgang mit der Krankheit muss sie in einer Extra-Therapie lernen und nicht du.Dein Part ist es sich über die Krankheit zu informieren und verstehen lernen,aber nicht dich zu verbiegen,damit das arme Hascherl nicht noch mehr leidet.Mal ganz provokant gefragt,wo hat sie Rücksicht genommen in Zeiten ihrer Krankheit,hat sie dich jemals um deiner Selbstwillen gefragt wie es DIR geht.Ich meine nicht die Frage "Liebst du mich auch wenn ich krank bin"-denn das ist eine selbstbezogene Frage aus Angst jemanden zu verlieren.Es ist unser Leben und wir sind bereit einige Dinge mitzutragen,aber wenn ertragen daraus wird befürchte ich,dass das Leben des Partners von depressiven Menschen zuende ist und er nur für und mit dem depressiven Partner lebt bzw. existiert.Also geh da bitte hin und erwarte einfach nichts,es kann helfen oder auch nicht,zu verlieren hast du nichts mehr und du kannst zeigen,dass du genug Selbstachtung hast und auch ohne sie glücklich sein kannst.Dabei solltest du so natürlich sein wie möglich und auf gar keinen Fall überheblich.Falls sie sich daneben benimmt,kannst du ihr dein Mitleid aussprechen,das würde sie treffen,andererseits ist das sicher nicht das Niveau,welches du betreten möchtest.Viel Kraft!
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Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #94 am: Februar 06, 2012, 01:42:32 Vormittag »
Danke für Euer Feedback!

Wenn ich drüber nachdenke - ja, das stimmt schon, gehe ich nicht zur Paartherapie (wenigstens einmal), werde ich es später mal bereuen - also werd ich hingehen. Zu verlieren hab ich ja eh nix mehr.

Hoffe besagter Brief kommt bald, aber ein bißchen werde ich noch warten müssen. Hab vorhin (wieder mal) überlegt ob ich sie einfach anrufe - aber nein, ich finde sie müsste sich melden. Ich will ihr nicht das Gefühl geben, sie könnte mich jederzeit zurückhaben, einfach so.

Jetzt wohnen wir schon seit zwei Monaten nicht mehr zusammen, aber der Titel des Threads passt immer noch....ich wünschte es wäre wieder Sommer 2010.
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Offline Juergen

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #95 am: Februar 06, 2012, 08:13:54 Vormittag »
Moin Sandmann

Zitat
.ich wünschte es wäre wieder Sommer 2010.

Man kann die Zeit leider nicht zurückdrehen, deshalb rate ich dir dich lieber auf den Sommer 2012 zu freuen.
Wer kann schon sagen was bis zum Sommer alles passiert, vielleicht ist es so daß du bis dahin alles überstanden hast,
auf die eine oder die andere Weise. Diese Phase deines Lebens wird vergehen, ob sie nun zu dir zurückkommt oder nicht.
Du hast Recht, warte bis sie sich meldet, auch wenn es schwerfällt.
LG
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Offline Einzigartig

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #96 am: Februar 07, 2012, 14:04:44 Nachmittag »
Lieber Sandmann!
Warte ab,ob sie sich meldet auch wenn es schwer fällt!
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Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #97 am: Februar 08, 2012, 21:01:43 Nachmittag »
Man...gerade SMS bekommen von Ex' Schwester: Ex mag sich nicht melden bei mir wegen der Kontaktsperre, aber sie bräuchte dringend ihren Lebenslauf der auf meinem Rechner gespeichert ist für eine Bewerbung, ob ich den nicht an die Schwester sende könne.

Hab zurückgeschrieben dass ich das nicht machen werde - hab dabei wieder an den Spruch gedacht den ein befreundetes Paar mir gesagt hat - ist schon fast ein kleines Mantra von mir "There is no comfort zone!"

Trotzdem wühlt's mich die Aktion etwas auf - man!  watsollderscheiss

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Offline Sandmann76

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #98 am: Februar 08, 2012, 21:35:32 Nachmittag »
Andererseits ist es ja durchaus auch in meinem Interesse, wenn sie sich bewirbt und den Job bekommt...so aus Unterhaltssicht. Wie ich höre hat sie wohl woanders eine Vollzeitstelle in Aussicht, aktuell arbeitet sie nur 19 Stunden. Ihr seht, ich bin mal wieder hin und her gerissen...
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Offline Juergen

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Re: Trennung - die Geschwindigkeit überfordert mich!
« Antwort #99 am: Februar 08, 2012, 21:43:16 Nachmittag »
"Sei freundlich, aber unverbindlich"

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Sende ihr das Ding mit freundlichem Gruß

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